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© Copyright - Timm Bedachungen






















Herausgeber:
Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V., Fritz
-
Reuter
-
Straße 1, 50968 Köln
(
0221
-
398038
-
0  

0221
-
398038
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99   E
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Mail
zvdh@d
achdecker.de 
Internet
www.dachdecker.de
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https://facebook.com/DachdeckerDeinBeruf
Verantwortlich:
Claudia Büttner
Autor:
Manfred Gunkel
,
technischer Berater, Gewerbespezifische Informationstransferstelle
*
zvdh
-
kompakt
47
/201
7
â
Neues in der
Metall
-
Fachregel
fürs Dachdeckerhandwerk

Teil 2
Köln,
1. Dezember
2017
In der heutigen Ausgabe
gehen
wir auf die
Be-
sonderheiten bei der Sicherheitsrinne und dem
Dachrinnenhalter ein.
Sicherheitsrinne
Innenliegende  Rinnenkonstruktionen
müssen
sorgfältig  geplant  und  verarbeitet  werden.
Im
Einzelfall  sind
möglicherweise  vorhandene
be-
sondere  Anforderungen  zu  prüfen  und  ggf.  zu
berücksichtigen.  So  kann  es  durchaus  ange-
bracht sein, bei einem Wohnhaus mit L
-
förmigen
Grundriss, gedämmten Dachgeschoss
und langen
Sparren
unter  der  Kehle  eine  Sicherheitsrinne
einzubauen.
Bei  einer  besondere
n  Schutzwür-
digkeit des Gebäudes soll eine Sicherheits
rinne
mit eigener Entwässerung
zusätzlich berücksich-
tigt werden
, damit diese
bei einem Starkregen-
ereignis
für sich alleine die gesamte anfallende
N
iederschlagsmenge  ableiten  kann
.
Schutzwür-
dige Gebäude s
ind zum Beispiel:
§
Krankenhäuser
, Theater, Schulen, Kinde
rgär-
ten, Alten
-
und Pflegeheime
,
§
sensible Kommunikationseinrichtungen
,
§
Lagerräume für Substanzen, die durch Nässe
toxische oder entflammbare Gase abgeben
,
§
Gebäude, in denen besondere Kunstwerke
aufbewah
rt werden
.
Abb.
1:
Innen liegende Rinne
in Haltekonstruktion
(
Beide Abbildungen aus: Fachregel für Metallarbeiten
im
Dachdeckerhandwerk
)
Dachrinnenhalter
Regional
bedingt  sind  Rinnenhalter  mit  unter-
schiedlichen  Tagfähigkeiten  (Tragfähigkeitsklas-
sen) zu
verwenden. Dabei sieht die DIN EN 1462
verschiedene Tagfähigkeitsklassen vor. Dies sind
H für hohe Belastung (Prüflast 750 N, maximal
bleibende Verformung ≤ 5 mm) und L für leichte
Belastung  (Prüflast  500  N,  maximal  bleibende
Verformung ≤ 5 mm).
Der zu wäh
lende Korrosi-
onsschutz  wird  über  die  Umwelt
-
und  Umge-
bungsbelastung ab
geleitet. Dabei kann zwischen
„i
ndustriebelasteter  Umgebung“  oder

Küsten-
nähe

(Klasse  A)  und

milderen  Bedingungen

(Klasse  B)
unterschieden  werden.  Für  Deutsch-
land  werden  für
Rinnenhalter  die  Klassen  der
Tragfähigkeit  H  und  L  und  im  Korrosionsschutz
die Klasse A gefordert.
Damit eine sichere Befes-
tigung  auf  der  Tragkonstruktion

in  der  Regel
die  Traufbohle  oder  das  Traufbrett

erfolgen
k
ann
,
sollen Rinnenhalter einen „l
ochfre
ien Be-
reich“ von ca. 125 mm aufweisen. Regionale und
anwendungsbedingte  Variant
en  sind  möglich.
Berücksichtigt
wurden hierzu Überlegungen zum
Gefälleausgleich,  dem  Ausgleich  der  Flucht  an
der  Traufe  sowie  zum  üblichen  Rinnengefälle
von  ca.  0,2  %.  Insbeson
dere  der  Nagelabstand
zum  beanspruchten  Rand  der  Tragkonstruktion
war häufig bei traditionellen Rinnenhaltern nur
mit Mühe sicherzustellen. Seitens der Hersteller
wurden Rinnenhalter mit neuem Lochbild entwi-
c
kelt, die für die verschiedenen
Tragkonstruktio-
n
en
ein vergleichbares Ergebnis erzielen.
Abb. 2:
Rinnenhalter mit Nase und Feder
Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte kann ein
großes Spektrum der auftretenden Praxisanwendu
ngen mit
wenigen verschiedenen H
altern abgedeckt werden.

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